Eine Bauanleitung für einen begehbaren Kleiderschrank

Ein Schrank, der fest in einen Raum eingebaut ist, mit dem Zweck Garderobe aufzunehmen, stellt einen begehbaren Kleiderschrank dar. Es ist ein schmaler Raum, der in Gänze als Schrank genutzt werden soll. Im Folgenden erhalten Sie eine kurze Beschreibung, wie ein solcher begehbarer Kleiderschrank gebaut werden soll.

Notwendige Werkzeuge

Voraussetzung zum Bau eines begehbaren Kleiderschranks ist natürlich das Vorhandensein handwerklichen Talents. Daneben brauchen Sie noch Sägen, eine Bohrmaschine, Schleifzeug, eine Wasserwaage, Messwerkezeuge, Spachtel und Schraubenzieher.

Vorbereitungen

Die Grundkonstruktion aus Wand-, Decken- und Bodenprofile des Schranks werden mit Metallprofilen aufgebaut. Das Ständerwerk muss auf einem festen Untergrund stehen. Bodenbeläge müssen entfernt werden. Der Bereich, wo der Schrank stehen soll, wird ausgemessen. Die Rückteile der Profile, die an Boden, Wand und Decke verdübelt werden sollen, werden mit einem selbstklebenden schalldämmenden Dichtband versehen. Das hilft bei der Schalldämmung

Die ersten Schritte

Nun werden die Bodenplatten (UW-Profile) montiert. In die sollen die Wandprofile (CW-Profile) gesetzt werden. Dann werden sie an der Wand verdübelt. Die Deckenprofile (UW-Profile) werden, gemäß der Abmessung, die durch eine zwischen den Wandprofilen gespannte Schlagschnur erfolgt, angebracht werden. In diese Rahmenkonstruktion werden nun Gipskartonplatten gesetzt. Es wird querbeplankt. Die Plattenlänge beträgt 125 cm. Der Ständerabstand ist dann 62,5 cm. Die Werte bei einer Plattenlänge von 260 cm sind für den Ständerabstand 52 cm. Der Gipskarton sollte eine Stärke von mindestens 12,5 mm haben. Gipsfaserkarton, der stabiler ist, sollte eine Mindeststärke von 10 mm haben.

Die Gipskartonplatten werden von der Innenseite angeschraubt. Dabei werden Schnellbauschrauben verarbeitet. Sie können ohne Bohrung in das Metallprofil eingedreht werden. Die Schraubenabstände seien dabei an der Decke 17 cm, an der Wand 25 cm und am Boden 30 cm. Genauso wird dann der Außenbereich des Ständerwerks querbeplankt.

Nun werden die Außenecken mit Kantenschutzprofilen versorgt. Diese werden dann, wie auch Schraubenköpfe und Plattenfugen verspachtelt. Dann erfolgt das Anschleifen der überspachtelten Stellen.

Jetzt wird der Laminatboden verlegt.

Die Tür

Der Schrank erhält zwei Schiebetüren mit den Maßen 800x2330 mm. Die Türblätter bestehen aus Laminatpaneelen. Die werden dann auf eine Trägerplatte aus Sperrholz von 4 mm Dicke geklebt. Die Holzplatte muss 20 mm länger und 20 mm breiter als das Türmaß sein. Sie wird nach dem Verlegen des Laminatbodens zugeschnitten. So erhält sie bündige und gerade Kanten.

Die Räder der Führungsschiene liegen 8 mm über der Türkante. An der Oberseite der Tür werden Filzstreifen angebracht. Dadurch lassen sich die Türblätter leicht an der Decke bewegen. An der Decke und den Längsseiten der Türen werden U-Profile angebracht, in der die Tür sich bewegen soll.

Zu beachten ist, das bei dem Festlegen der Blatthöhe der Tür 3 mm Luft zur Bodenschiene sein soll und 10-15 mm zu dem U-Profil der Decke.

Nach dem Türbau erfolgt die Einrichtung des Schrankes nach den Vorstellungen des Erbauers. Empfehlenswert sind dabei flexibel einsetzbare Module, wie etwa die Komponenten des begehbaren Kleiderschranks von Regalraum.